Sporthalle Mühlenschule: Grondke kontert Wochenblatt-Kampagne

Veröffentlicht: 2013-12-16 in Lokales, Politik
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Von Kristian Stemmler

Unverdrossen setzt das Nordheide Wochenblatt die Kampagne gegen die Buchholzer Stadtbaurätin Doris Grondke fort. Unter der Überschrift „Starker Gegenwind für Grondke“ berichtete man zuletzt über eine Presseerklärung von acht Mitgliedern des Ortsrates Holm-Seppensen, in dem diese das Vorgehen bei der Planung der neuen Sporthalle an der Mühlenschule Holm-Seppensen kritisieren. Das Wochenblatt gibt dieser Kritik breiten Raum – von der Erwiderung Grondkes bei der abschließenden Ratssitzung am 6. Dezember war bisher nichts zu lesen.

„Wir sind absolut unzufrieden über die Art und Weise des Vorgehens, unzufrieden über einen langsamen und planungsunsicheren Prozess und unzufrieden vor allem über die ausufernden Kosten, die noch immer von seiten der Stadt kaum nach oben gedeckelt werden“, heißt es in der Erklärung. Auch am hochbaulichen Gutachterverfahren, das Grondke für die Auftragsvergabe initiiert hatte, lassen die acht Politiker kein gutes Haar. Man habe hier einen „teureren, unsicheren und langsameren Weg“ beschritten.

Tatsächlich steigen die Kosten für den Bau der Halle an der Mühlenschule, für die der erste Spatenstich inzwischen erfolgt ist, von den projektierten 1,8 Millionen derzeit auf etwa 2,1 Millionen Euro. Dafür sind unter anderem Mehrkosten für Änderungen an der Planung und unvorhersehbare Kosten bei der Ver- und Entsorgung der Halle verantwortlich (mehr dazu in diesem Beitrag https://buchholzblog.wordpress.com/2013/10/02/sporthalle-muhlenschule-wird-teurer-wochenblatt-attackiert-baudezernentin-in-bild-manier/). Auch gestiegene Kosten im Baubereich tragen zum Anstieg bei.

Doris Grondke nutzte die letzte Sitzung des Buchholzer Stadtrates, um sich öffentlich gegen die Vorwürfe zur Wehr zu setzen, wobei sie das Wochenblatt (in Person von Kollege Oliver Sander anwesend) explizit erwähnte. Das Gutachterverfahren habe keinesfalls mehr Zeit gekostet, betonte sie. Auch die Mehrkosten seien bisher im Rahmen geblieben mit etwa 1,5 Prozent der gesamten Bausumme. „Es geht nicht immer um die schnellste und billigste Ausführung, sondern um die wirtschaftlichste“, erklärte die Stadtbaurätin.

Sie warb erneut für die Einbindung von Gutachtern, Politikern und Bürgern in die Planung von großen Bauvorhaben. In vielen anderen Kommunen seien derartige Verfahren längst selbstverständlich, sie brächten Transparenz und Partizipation. Im vorliegenden Fall sei es darum gegangen, dass man keine Halle von der Stange haben wollte. Grondke räumte mit dem Gerücht auf, es hätten fertige Pläne für die Halle in der Schublade gelegen, das sei falsch.

Die Nutzer der Halle seien mit der geplanten Halle sehr zufrieden. Das hatte kürzlich sogar das Wochenblatt einräumen müssen. Sowohl die Führung der Mühlenschule als auch die Vorsitzende des SV Holm-Seppensen, Karin Iske, hatten sich von der Kritik an Grondke distanziert. Ganz offensichtlich kochen hier andere ihr politisches Süppchen, so die Buchholzer FDP und die Holm-Seppenser Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG).

Deren neuer Ratsherr Heiner Hohls nutzte die Debatte um den Haushalt auf der letzten Ratssitzung für einen polemischen Seitenhieb auf Grondke. Diese wolle offenbar „das Rad neu erfinden“. Man habe hier Gutachter beteiligt, „die nie wieder nach Holm-Seppensen finden“. Der Anstieg der Kosten sei inakzeptabel, jetzt sei das Kind aber in den Brunnen gefallen: „Meine Appelle wurden leider nicht gehört.“ Für seinen Einsatz wurde Hohls schon mal vom Wochenblatt mit einem Foto im Bericht über die Sitzung belohnt.

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Kommentare
  1. Informant sagt:

    Man sollte auch nicht vergessen, dass ein signifikanter Teil der Mehrkosten von der Versicherung gedeckt werden.

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