Sturmtief „Xaver“ – Medienhysterie erreicht Orkanstärke!

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Von Kristian Stemmler

War das alles? Von meinem kleinen Waldspaziergang und einer Runde durch die Stadt kehrte ich doch ein wenig verwundert nach Hause zurück. Wenn man den Medienhype der letzten Tage zum Maßstab nimmt, hätten mir unterwegs Äste um die Ohren fliegen, Dachziegel auf den Schädel fallen und der Wind den Atem nehmen müssen. Nichts davon! Gefühlt ist das Sturmtief „Xaver“ zumindest hier in Nordniedersachsen schwächer als sein Vorläufer „Christian“ Ende Oktober.

Ok, auf dem Weihnachtsmarkt von Buchholz sind ein Schild und ein Sperrholzteil einer Bude umgefallen, in der Stadt liegen hier und da Absperrgitter auf dem Fußweg, Mülleimer sind umgestürzt, gelbe Säcke wurden auf die Fahrbahn geweht. Auch sind die Feuerwehren im Landkreis sicher im Dauereinsatz, weil Bäume entwurzelt werden, Gerüste gesichert werden müssen und dergleichen mehr. Aber das ist die normale Einsatzlage bei einem Sturm, wie er immer wieder mal vorkommt.

Vom stärksten Orkan seit Jahrzehnten, wie „Bild“ fabuliert, kann offenbar nicht die Rede sein. Aber die Medien werden hier mal wieder Opfer eines Mechanismus‘, den man vielleicht am ehesten mit self fulfilling prophecy umschreiben kann. Seit Tagen wird „Xaver“ zur ultimativen Naturkatastrophe hochgejubelt, da muss man natürlich auch liefern. Die Liveticker und Sondersendungen müssen gefüttert werden, und so bläst man auch Selbstverständlichkeiten zu Sensationen auf.

Dass keine Fähren mehr zu den Nordseehalligen fahren, ist ja wohl bei dieser Wetterlage überhaupt keine Frage. Ebenso, dass in dieser Lage der Bahnverkehr in Schleswig-Holstein eingeschränkt oder eingestellt wird. Auch dass Flüge gestrichen werden, ist keine wirkliche Überraschung. Wenn man dann noch vermelden kann, dass vielerorts der Schulunterricht ausfällt und Weihnachtsmärkte geschlossen bleiben, erntet man im Grunde die Früchte der Hysterie, die man selbst erzeugt hat.

Am besten hat mir das Zitat der Bürgermeisterin von Langeneß, Heike Hinrichsen, auf Spiegel online gefallen. „Sollte das Hochwasser in der Nacht wie angekündigt 3,50 Meter steigen, könnte sogar auf einigen Warften die Nordsee gegen die Häuser schwappen“, wird sie dort zitiert. Na sowas! Im selben Bericht heißt es, die Hamburger Innenbehörde rechne damit, dass in der Speicherstadt, im Hafen und am Fischmarkt Straßen überflutet werden. Nun, das passiert bei jedem besseren Hochwasser!

Ob der Landkreis Harburg nicht etwas überreagiert hat, indem er heute die Schulen dicht gemacht hat, ist die Frage. Natürlich ist es gut, eher auf Nummer sicher zu gehen, aber sich von der Hysterie anstecken zu lassen, ist sicher nicht vorbildlich. Was ich aber tatsächlich bedenklich finde, ist der Umstand, dass ich bei meinem Gang durch die Stadt noch heute nachmittag etliche Senioren gesehen habe, zum Teil mit Rollatoren. Das muss bei dem Wetter denn doch nicht sein!

Vielleicht ist das auch ein Effekt der Gewöhnung. Wenn die Medien nämlich jeden nennenswerten Sturm zum Riesenereignis aufblasen, interessiert das irgendwann keinen mehr – und die Warnungen verpuffen, wenn es wirklich ernst wird!

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29 Comments

  1. Ich fand das teilweise schon zum Lachen, was da an „Berichterstattung“ vom Unwetter stattgefunden hat. Am besten war die Szene, in der der ein Reporter sich wild gegen den Sturm stemmt, kaum hörbar gegen die Windgeräusche gegenan in sein zotteliges Mikrofon schreit und sich kaum auf den Beinen halten kann. Im nächsten Moment kommt ein älterer Herr auf dem Fahrrad vorbei geradelt und gibt ein fröhliches „Moin“ von sich.
    Spitze !

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  2. Alles eine Sache von Angebot und Nachfrage. Wenn es keine Nachfrage nach RTL, Sat1 und BILD gäbe, würde es dies nicht geben. Die Welt besteht nun mal nicht nur aus Leitmedien wie dem Spiegel und der idealistischen TAZ.

    Was allerdings „Turbokapitalismus“ und Werbung mit billiger Berichterstattung zu tun hat, ist mir schleierhaft.

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  3. Ein wenig Medienhysterie gehört heutzutage dazu?? Ich hör wohl nicht richtig. Dieser ständige Beschuss von Medien und Werbung gehört zu den schlimmsten Auswüchsen des Turbokapitalismus. Aber offenbar haben sich schon zu viele daran gewöhnt…

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  4. Es ist gut und richtig, wie über den Sturm berichtet wurde. Ein wenig Medienhysterie gehört heutzutage halt einfach dazu. Manche Menschen lassen sich halt sonst auch nicht erreichen. Wie einige hier schon schrieben, besser einmal zu viel als zu wenig gewarnt.

    So, wie hier die „Mechanismen der Medien, die einen solchen Sturm für ihre Zwecke instrumentalisieren.“ kritisiert werden ist es wohl auch so ein Mechanismus, hinterher rumzumaulen, wenn nichts passiert ist. Nur, wenn nicht gewarnt würde und Menschen umgekommen wären, wie laut würde dann gemault werden???

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  5. Die Berichterstattung hat tierisch genervt war völlig überzogen und mir haben Ihre Kollegen die am Fischmarkt und sonstwo wumgenervt haben nicht leid getan. Ich hätte Sie ins Wasser geschupst, damit endlich Ruhe einkehrt. Und ja, mein Ferseher hat auch eine Umschaltfuktion, nur egal wohin man schaltet, findest sich immer eine Fresse die in ein Farnzenmicro brüllt. Lächerliche Volksverdummung und wie hier schon erwähnt, wenns mal Not tut glaubt es keiner mehr!

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  6. Der Post drückt genau das aus, was ich mir auch gedacht habe, als der Medienhype losging.

    Danach habe ich dann aber auf meiner Wetterstation gesehen, wie der Spitzenwert tatsächlich über dem von „Christian“ lag und sogar knapp über allen Werten der letzten paar Jahre.

    Dann bin ich über die A21 Richtung Kiel gefahren und habe verbogene Verkehrsschilder, abgerissene Äste und umgestürzte Bäume gesehen.

    Und jetzt bin ich der Meinung, dass die Berichte zwar mit den üblichen Mitteln des Journalismus‘ aufbereitet wurden, aber eben auch absolut berechtigt waren.

    Wer bei Orkanwarnung einen Waldspaziergang macht, ist aus meiner Sicht kein aufgeklärter Konsument, sondern schlicht unvernünftig. Wer sich dann noch darüber echauffiert, dass „etliche Senioren“ die Warnungen ebenso in den Wind geschlagen haben, ist zudem noch scheinheilig.

    Mag sein, dass wiederholte Warnungen zu Abstumpfung führen. Das wird aber mit Sicherheit nicht dadurch besser, dass man berechtigte Warnungen vor einem schweren Unwetter im Nachhinein kleinredet.

    Es gibt deutlich bessere Ereignisse als „Xaver“ um, die Medien anzuprangern.

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  7. Ich hatte am Mittwoch mit einigen Bekannten gesprochen: Da hatte die Sturmwarnung noch nicht alle erreicht. Und selbst am Donnerstag waren einige noch völlig ahnungslos. OBWOHL sie alle eher aus der internetaffinen Generation stammen.

    Ich erinnere mich auch noch gut an Kyrill. Unser damaliger Englisch-Lehrer hat sich darüber aufgeregt, dass der Unterricht an diesem Tag aus Sicherheitsgründen nur bis 12.00 Uhr ging. Lautstark.
    Als dann im Laufe des Nachmittags (15.00-16.00 Uhr) doch ein schwerer Baum vor der Schule umfiel, zeigte sich, dass die Idee mit dem früheren Nach-Hause-Gehen gar nicht so verkehrt gewesen war.
    Um die Uhrzeit befinden sich nämlich noch Schüler in der Schule.

    Aber um zurück zu Xaver zu kommen: Sicherlich waren die Warnungen etwas überdramatisiert. Aber mir sind „deutliche“ (!) Warnungen allemal lieber, als undeutliche. Denn wenn dann jemand zu Schaden kommt, sind es plötzlich die Medien schuld.

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  8. Wenn ich es richtig verstanden habe konnten Neonazis nicht in Berlin öffentlich „singen“ -Danke Xaver und es wurde einem grossartige Groko-Superduper-Analysen weitestgehend erspart-Danke Xaver und die Van der Vaarts konnten sich au nicht so austoben wie sie es gerne getan hätten und wie es gerne ausgeschlachtet worden wäre- Danke Xaver-Ma schauen wie häufig ein Brennpunkt zum Wintereinbruch im Winter kommt,sie den gleichnamigen Beitrag von extra-3!

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  9. Tja , lieber Journalistenkollege, wie wäre es mit ein bisschen Recherche VOR dem Bloggen? Zum Beispiel zur Frage, warum der Sturm in Buchholz nicht die vorausgesagte Stärke ereicht hat. Man hätte dann herausgefunden, dass Xaver nicht die erwartete Bahn genommen hat, sondern weiter nach Norden abdriftete. Das relativiert die nachträgliche Kritik an übertriebenen Warnungen.
    Was den Medienhype betrifft, ist die Beschwerde allerdings nachvollziehbar: Da registriert der NDR-Kollege die „besten“ Quoten seit Jahren. Aha? Noch fragwürdiger ist die Medienbegeisterung(?) über Amokläufe und Sexualverbrechen. Menschen neigen nämlich im Gegensatz zu Stürmen zu Nachahmungstaten.

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  10. Wenn Sie auf die Einschaltquote verweisen, ist das doch der beste Beleg, um was es den Medien da wirklich geht. Und was die Rolle der Meteorologen angeht: Auch dort ist die Konkurrenz ja inzwischen groß, so dass jeder versucht, nach vorn zu kommen. Also besteht auch in der Zunft kein Anlass, den Ball flach zu halten. So pushen sich alle gegenseitig!

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  11. Der Artikel spricht mir aus der Seele. Natürlich geht es den Medien mehrheitlich zunächst einmal um maximales Ausschlachten eines Ereignisses, das viele interessiert (und dazu gehört das Wetter ja an erster Stelle) und nur an zweiter Stelle um Aufklärung und Gefahrenabwehr. Sonst müsste die Berichterstattung vor jedem Blitzeis Wochen betragen.
    Der Hype ist nervig und unangemessen aber auch gefährlich, weil er keinen Spielraum zur Eskalation bei wirklich gravierenden Ereignissen offen lässt. Die Rolle der Wetterfrösche lassen wir mal unbeleuchtet.

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  12. Moin,
    ich bin da ja ein wenig im Zwiespalt. Als Geschäftsmann ärgert mich die nachmittägliche Ruhe, die dieser „Hype“ ausgelöst hat. Normalerweise haben wir am Tag vor Nikolaus einen Höhepunkt im Weihnachtsgeschäft, andererseits bin ich froh das die Leute sich die Warnungen zu Herzen genommen haben und niemand verletzt wurde. Leider habe ich keine Ahnung wie genau man solche Phänomene örtlich eingrenzen kann, denn darin liegt wohl der Hund begraben. In unserem Ort ist auch nichts besonderes passiert, trotzdem wurden etliche „Verknobelungen“, Feste und der beliebte Nikolausumzug abgesagt und der Weihnachtsmarkt findet nun nur am Samstag und Sonntag statt. Ist alles ärgerlich und sehr Schade, aber wie soll man zukünftig damit umgehen ? Vielleicht lässt sich ja irgendwo ein Mittelweg zwischen Hype und sachlicher Warnung finden ??

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  13. Immerhin hat es der Xaver geschafft, die neuesten Enthüllungen von Snowden ganz hinten dran zu bringen. Ist doch auch was. Eigentlich hätten diese 5 Milliarden wie ein Orkan durch die Medienlandschaft fliegen müssen….

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  14. …ich finde das ’ne echte Sauerei von „Xaver“: da hätte was ‚draus werden können, aber so. Dabei gäbe es Beispiele genug.
    Meinem Voye… ähm Wissensbedürfnis ist hier in keinster Weise Rechnung getragen worden… Schönen Abend noch auf einem Weihnachtsmarkt, sturmfrei und mit viel schönem Zeuchs aus von weit her!

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  15. Es bleibt ja Ihnen überlassen, lieber Freund, ob Sie sich dem Dauerbeschuss aussetzen oder nicht. Moderne Empfangsgeräte besitzen inzwischen serienmäßig Aus- bzw. Umschaltfunktionen, von denen nach Belieben Gebrauch gemacht werden kann. Andere gehen eben in den Wald? So what?
    Wenn allerdings drei Tage lang (mit Erfolg) vor einem Wetterereignis gewarnt wird, dann hat der Zuschauer auch das Recht zu erfahren, was da dran ist. Allein in den Regionalmagazinen im Norden waren das übrigens 1,73 Millionen Menschen – der beste Wert seit mehr als 20 Jahren.
    Wenn Sie sich hingegen jeden Scheiß (was kein normaler Zuschauer machen würde) auf allen Kanälen geben, nur um hinterher über die unglaubliche Masse der Berichterstattung zu meckern, dann unterstelle ich einen gewissen Selbstzweck. Ich halte es für beobachtendes Denken, das dann als Reflexbeißen zu erkennen.
    Aber wenigstens hat der Sturm es so auch in Ihr Blog geschafft, auch wenn es darüber ja jetzt wegen Ereignislosigkeit nichts mehr zu berichten gibt. So hat „Xaver“ dann für jeden noch ein Bröckchen übrig.

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  16. Lieber Freund, erstens bin ich Hamburger, der in Schleswig-Holstein volontiert hat. Zweitens war der „Sturm“ in Buchholz so harmlos, dass ein kurzer Gang durch den Wald kein Risiko darstellte. Drittens bin ich wahrlich nicht der einzige, der von dem Medienhype um Xaver völlig entnervt ist. Wenn Sie vom Fach sind, können Sie doch nicht ernsthaft bestreiten, dass Fernsehsender, Zeitungen und Online-Portale sich da tagelang in etwas hineingesteigert haben. Mir tun alle Kollegen leid, die mit dem Mikrofon in der Hand an der Nordseeküste oder am Hamburger Fischmarkt stehen und Sensationen liefern müssen. Oder auf dem Brocken, der wird ja auch gern genommen. Es ist ehrenwert, dass Sie Ihr Medium und Ihre Arbeit verteidigen – aber hier ist nicht das erste Mal ein Wetterereignis total aufgebauscht worden.

    Was das Ganze mit Reflexbeißen zu tun hat, ist mir nicht ganz klar. Ich finde vielmehr, es gehört kritisches Denken und Selbstständigkeit dazu, den Dauerbeschuss der Medien zu hinterfragen.

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  17. Soso, der Fährverkehr zu den „Nordseehalligen“ wurde also eingestellt. Da scheint ein Nordniedersachse ja vom Fach zu sein. Aber Marginalie…
    Vielmehr nervt mich dieses voraussehbare Reflexbeissen. Wird der Sturm stärker als erwartet, haben Wetterdienst und Medien versagt. An den Opfern haben sie dann mindestens Teilschuld. Gibt es weniger Schäden, als befürchtet, gab es im Vorfeld und in der Berichterstattung eine Medienhysterie. Fakt ist: Bei „Xaver“ handelte es sich nicht um einen Allerweltssturm. Es war nach Prognose ein Orkan, von dem viel Gefahr ausgehen konnte. Entsprechend war die mediale Berichterstattung (Warnung!) im Vorfeld. Der Herr Blogger berichtet aber stolz von einem Waldspaziergang. Und wenn viele Menschen die Warnungen in dieser Weise ignoriert hätten, dann gäbe es jetzt mal wieder ein Dutend Tote. Denn es braucht viele unvernünftige Menschen, damit einer nennenswerten Zahl ein schwerer Ast an den Kopf fliegt. Die meisten sind ab zuhause geblieben. Ergo nur wenige Opfer.
    Dass zum Anlass zu nehmen, auf die Medien zu schimpfen, ist mehr als merkwürdig.
    Nun zum Wirkungsmechanismus der (ja ach so doofen) Medien:

    Da wird vor einem Orkan tagelang gewarnt, der von Wetterkundlern als
    einer der schwersten der vergangenen Jahrzehnte eingeschätzt wird. Und dann sollen die Medien, wenn dieses Ereignis stattfindet nicht darüber berichten?
    Der Herr Blogger hat sich ja sein eigenes Bild gemacht. War nicht so schlimm. Nicht mal im Wald ist ihm ein Ast auf den Kopf gefallen. Ergo Medienhype. Hätte halt jeder in den Wald laufen sollen, um sich selbst ein Bild zu machen. Dann hätte jeder die Übertreibung der Medien am eigenen Leib nachvollziehen können. Bis auf die zwölf Toten eben, die es dann gegeben hätte.
    Und da beißt sich die Katze dann in den Schwanz.
    (Offenlegung: ich habe in den vergangenen zwei Tagen für das öffentliche rechtliche Fernsehen über den Sturm berichtet.)

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  18. Ich habe gestern auch den halben Tag bange im Büro gesessen mit der Erinnerung an Sturmtief „Christian“, ob ich Nachmittags noch gut mit der U-Bahn nach Hause komme (muss quer durch Hamburg). Bei „Christian“ wurden ja schon nach wenigen Stunden die oberirdischen Trassen der U-Bahn und die komplette S-Bahn gesperrt, was bei der Windstärke auch richtig war. Was allerdings gestern von Xaver in Hamburg ankam, war bei weitem nicht so stark und es wurde auch nichts eingestellt (abgesehen von ein paar Flügen). Nach dem was mir Spiegel Online und Zeit Online prognostiziert haben, hätte sich mein Schirm nach den ersten 5 Metern in Einzelteile auflösen müssen. 🙂

    Klar die Küsten hat es hart getroffen und man kann wohl nur dankbar sein, dass es anscheinend keine Menschenopfer gegeben hat. Aber für Hamburg wurden ja bis zu 3 schwere Sturmfluten angekündigt…gekommen ist eine, die wohl den Fischmarkt und einige andere niedrig gelegene Plätze überflutet hat. Und? Gibts jedes Jahr.

    Ich meine es muss darüber berichtet werden, damit die Menschen wissen, was kommen kann. Aber bei Liveblog, Liveticker und Aufruf möglichst Fotos und Eindrücke vom Sturm zu posten, bin ich dann ausgestiegen.

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  19. Ich kann auch immer nur mit den Augen rollen, wenn zum Beispiel auf Spiegel Online „Verfolgen Sie Xaver im Liveticker“ steht. Das ist so ein Hype und Katastrophenvoyeurismus! Da wird mir immer schlecht…

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  20. Ja, genau dasselbe wie hier und in Hamburg. Am Abend hieß es dann im TV, das Schlimmste stehe noch bevor – und heute nur noch ein laues Lüftchen und ein bisschen Schnee!

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  21. „Wenn man den Medienhype der letzten Tage zum Maßstab nimmt, hätten mir unterwegs Äste um die Ohren fliegen, Dachziegel auf den Schädel fallen und der Wind den Atem nehmen müssen. Nichts davon!“
    Dassselbe hier in Berlin. „Seriöse“ Tageszeitungen berichten Online von zu erwartenden Katastrophen, den ganzen Tag seh‘ ich vom Büro aus dem Fenster, es passiert nix. Gegen 19 Uhr fahre ich mit dem Rad zum Einkaufen, immer noch nix, keine Sturm, kein Regen, kein Schnee…

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  22. Moin Kristian,
    ich habe deinen Artikel richtig verstanden, eigentlich drückst du damit auch „richtig“ aus, dass es auf sinnvolle Warnungen beschränkt werden sollte. Angst verbreiten durch diverse fragwürdige Medien sollte vermieden werden.

    Darum ist es auch wichtig das es Berichte gibt, die kristisch das Mediengeschehen unter die Lupe nehmen, so wie ich es auch aus deinem Artikel entnommen habe.
    Genau das unterscheidet den „buchholzblog“ auch positiv von den übrigen Schmierereien.
    Danke dafür und viele Grüße
    Uwe

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  23. Uwe, es ist unbestritten, dass Warnungen und weitgehende Vorsichtsmaßnahmen in solchen Lagen wichtig und notwendig sind! Mir ging es mehr um Mechanismen der Medien, die einen solchen Sturm für ihre Zwecke instrumentalisieren.

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  24. Ich persönlich bin eher froh darüber das so viel Wirbel um den Orkan gemacht wurde, und wie sich bis jetzt noch bestätigt auch berechtigt was den äußersten Norden des Landes angeht. In der Regel kommen wir in der Region Buchholz immer anders weg als die Wetterfrösche es forecasten. Es ändert aber nichts daran das an Buchholz kein Maß genommen wird und die Menschen an den Küsten teilweise wirklich schlimm erwischt wurden. Lieber zuviel Warnungen als zuviele Opfer.

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  25. Xaver sei Dank, so bleiben wir heute vielleicht sogar mal vom Flutlicht vom Wiesenschulsportplatz verschont. Was für paradisische Zustände !
    Xaver, wir danken Dir …

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