Bürgermeisterwahl: Buchholzer SPD nominiert ihren Chef Remo Rauber

Veröffentlicht: 2013-11-24 in Lokales, Politik
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Von Kristian Stemmler

Porträt RemoJetzt stehen drei Kandidaten für die Wahl zum Bürgermeister der Stadt Buchholz im Mai 2014 fest. Wie erwartet, hat die Mitgliederversammlung der Buchholzer SPD ihren Ortsvereinsvorsitzenden Remo Rauber (53) zu ihrem Bürgermeisterkandidaten gekürt – mit großer Mehrheit, wie es in einer Pressemitteilung der Partei heißt. „In der großen Zustimmung zu meiner Kandidatur sehe ich einen deutlichen Vertrauensbeweis für meine bisherige Arbeit für Buchholz und bin zuversichtlich, dass ich auch in der Buchholzer Bevölkerung Rückhalt finde, um dieses verantwortungsvolle Amt als Bürgermeister der Stadt Buchholz erfolgreich auszuüben“, kommentierte Rauber seine Nominierung, recht optimistisch.

Rauber arbeitet nach Angaben der SPD seit 1990 in der Stadtverwaltung Buchholz als Technischer Angestellter, ist in der Buchholzer Stadtentwässerung verantwortlich für das Sachgebiet „gewerbliches Abwasser“. Vom Stadtrat Buchholz wurde er in den Aufsichtsrat der Wirtschaftsbetriebe Buchholz GmbH bestellt und von diesem Gremium zu seinem Vorsitzenden gewählt. Die Presseerklärung listet noch zahlreiche weitere Mitgliedschaften von Rauber in Gremien auf, die hier aus Platzgründen nicht aufgeführt werden können.

Kommunalpolitische Erfahrungen sammelte Rauber als Abgeordneter der SPD-Kreistagsfraktion, der er seit 2011 angehört. Als Mitglied im Ausschuss für Finanzen, Haushalt und Controlling seien ihm Finanzfragen besonders vertraut, als stellvertretendem Vorsitzenden des Sozialausschusses lägen ihm die sozialen Belange der Bürgerinnen und Bürger am Herzen.

Seine Pläne für Buchholz umriss der Kandidat mit diesen Worten: „Meine politischen Schwerpunkte sehe ich in der Verbesserung der Verkehrssituation in Buchholz, dem Ausweis von neuen Baugebieten und dem Schaffen von bezahlbarem Wohnraum für Familien, dem Ausbau der Bürgerfreundlichkeit oder der Förderung von Vereinen und Ehrenamt; auch sehe ich die Notwendigkeit, die Jugend mehr für das Gemeinwohl zu interessieren und für die politische Arbeit zu gewinnen, beispielsweise durch Einführung eine Jugendparlaments.“

Seine Auffassung von kommunaler Verwaltung kleidete Rauber in diese Formulierung: „Leistungsorientiertes Denken und Handeln ist in der freien Wirtschaft Grundvoraussetzung für den Erfolg eines Unternehmens. Dies sind die Maßstäbe, die auch in der öffentlichen Verwaltung immer wichtiger werden.“

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Kommentare
  1. Luckystrike sagt:

    Danke für alle Kommentare hier….völlig richtig, ein Jugendparlament wäre gut, nun hat RR noch nicht mal im Kreis irgendwas für die Jugend getan….Und auch die politisch aktiven Frauen wären gut, es gab zwei Vorschläge in der SPD, beide haben abgewunken…zuviel Macho in der Partei. „Wachstum“ und „Leistung“ scheint bei einem Verwaltungsmitarbeiter der fünften Ebene im Rathaus ja wichtig zu sein, der nach 23 Jahren immer noch keinen leitenden Posten innehat.
    Und übrigens…es gab und gibt genug vernünftige Stimmen bei den Grünen und der SPD, die genau dieses, nämlich einen gemeinsamen Kandidaten, als wunderbare Möglichkeit zukunftsweisender Politik gesehen haben…leider hat das grosse Ego eines Einzelnen wieder mal über das reale Politikverständnis gesiegt. Und schadet damit letztlich allen…!

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  2. BlueBear sagt:

    Ich finde es sehr, sehr schade, dass die SPD nicht den Grünen-Kandidaten Herrn Zinnecker unterstützt. Da wird in meinen Augen eine große Chance vertan.
    SPD und Grüne nehmen sich gegenseitig die Stimmen für ihren Kandidaten weg und die anderen lachen sich in Fäustchen. Und was von da an Kandidaten kommt : Mich graust es. Gute Nacht, Buchholz.

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  3. Michel sagt:

    Jeder Bürgermeisterkandidat, der nicht auf Wachstum setzt bekommt sofort meine Stimme. Neue Baugebiete!? wo wollen die denn eigentlich alle hin??

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  4. Uwe Schulze sagt:

    Es ist schön das hier die Kandidaten etwas vorgestellt werden, immerhin will man ja nicht die Katze im Sack zum Bürgermeister machen.
    Ein Jugendparlarment einzuführen finde ich ein sehr gewagtes, aber gutes Ziel. Gerade die Jugend hat oft genug gezeigt das sie anders, weiter und unkomplizierter denkt. Es muss aber in diesem Parlament auch die Möglichkeit geben ohne Zugehörigkeit einer Partei aktiv zu werden, dass umzusetzen sehe ich allerdings als eine Herausforderung an.

    Was mich wirklich sehr wundert ist, dass es bisher nur eine Frau geschafft hat Bürgermeisterin zu werden. (1976–1981: Margareta Braasch (SPD)).
    Schaut man darauf, dass 1869 Hans-Heinrich Eggers den Anfang gemacht hat und erst 107 Jahre später eine Frau, erstmalig und bisher einmalig diesen Posten bekleiden durfte, und sich 32 Jahre nach Margarete Braasch keine Frau wieder getraut hat, oder nicht gelassen wurde, ist das ein schlechtes Zeichen in Richtung Zukunft.
    Ich möchte die Frauen ermutigen sich aufstellen zu lassen. Auch behaupte ich mal, dass es eine Menge Frauen gibt die das Zeug in Buchholz zur Bürgereisterin haben.

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  5. Anonymous sagt:

    „Meine politischen Schwerpunkte sehe ich in […] dem Ausweis von neuen Baugebieten“ – da kann man ja gleich die CDU- und FDP-Lobbyisten für Latifundienbesitzer, Makler, Notare usw. wählen. Und um Umwege über die entsprechende Beeinflussung der Politik zu sparen, steht bereits konsequent ein Makler für die FDP direkt zur Wahl (ach, nein! Der ist ja „unabhängig“)…

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