EILMELDUNG +++ OLG Celle gibt Beschwerde statt +++ Neubau des Mühlentunnels verzögert sich

Von Kristian Stemmler

Das Nadelöhr im Westen der Stadt bleibt den Buchholzer Autofahrern noch ein paar Monate länger erhalten. Die Auftragsvergabe für den Bau eines neuen Mühlentunnels verzögert sich weiter. Wie die Stadt jetzt mitteilt, hat das Oberlandesgericht Celle der Beschwerde eines Ingenieurbüros stattgegeben, das im Ausschreibungsverfahren für den Zehn-Millionen-Euro-Auftrag zum Neubau des Mühlentunnels unterlegen war.

Die Auftragsvergabe muss jetzt in Teilen neu aufgerollt werden. Dadurch verzögern sich die Planungen für den Neubau um vier bis fünf Monate. „Wir werden das Urteil genau analysieren und dann die notwendigen Schritte unternehmen, um das Verfahren zügig wieder in Gang zu setzen“, sagte Bürgermeister Wilfried Geiger (parteilos).

Das Ingenieursbüro hatte die Rechtmäßigkeit der Auftragsvergabe angezweifelt. Die Vergabekammer In Lüneburg hatte sich noch auf die Seite der Stadt gestellt und Ende Juni die Auftragsvergabe für rechtmäßig erklärt. Dagegen hatte das Büro Beschwerde beim OLG Celle eingereicht, der jetzt stattgegeben wurde.

Der Neubau des Mühlentunnels ist immer wieder Gegenstand politischer Kontroversen. In den vergangenen Jahren hatten gut vernetzte Anwohner Stimmung gegen das Projekt gemacht, weil sie ein Anwachsen des Verkehrs befürchten. Unter dem Druck der neuen Ratsmehrheit sah sich der Buchholzer Bürgermeister genötigt, die Planungen für einen Neubau wieder aufzunehmen.

Das Nordheide Wochenblatt wies darauf hin, dass Geigers Vorgänger Norbert Stein (SPD) die Planungen für einen Neubau schon weit vorangetrieben hatte. Die Zeitung lastete Geiger die Planungspanne an. Die Verwaltung habe bei der Auftragsvergabe „Anfängerfehler“ gemacht. Wochenblatt-Chefredakteur Reinhard Schrader schrieb: „Es läuft wohl ähnlich wie beim Ostring. Auch dort wollte der Buchholzer Bürgermeister mit dem Kopf durch die Wand, schlug alle Warnungen vor hohen juristischen Klippen in den Wind – und ist jetzt gestrandet.“

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1 Comment

  1. Mühlentunnel hin, Mühlentunnel her, man möchte mit dem Tunnel ja auch den Verkehrsfluss auf der Bremer Straße entgegen wirken, der teilweise wirklich zum Stillstand kommt. Der schlechte Verkehrsfluss auf der Bremer Straße ist aber auch schon durch eine intelligente Ampelschaltung an der Kreuzung –
    Neue Straße / Bremer Straße und der Kreuzung Steinbecker Mühlenweg / Bremer Straße zum Teil zu bewältigen. Hier müsste man sich einfach mal ein vernünftiges Konzept ausdenken.

    Aber ich habe gar nicht das Gefühl das die Stadt Buchholz die Bremer Straße entlasten will, denn warum plant die Stadt denn einen Kreisel an der Gabelung Bremer Straße / Sprötzer Weg?
    Runde 260.000 € will man investieren das der Verkehr dann vollendest zum Erliegen kommt.
    Ich muss jetzt einfach mal die Frage stellen:“ Wer sitzt da im Rathaus der solche Ideen auf den Tisch legt und diese dann auch noch im Stadtrat durch bekommt?“
    Also langsam muss man sich echt überlegen über die Stadt Buchholz und seine Seilschaften ein Schwarzbuch zu schreiben.
    Bekommt Buchholz dann an irgendeinem Ortseingang auch ein neues Schild “ Buchholz, die Kreiselstadt“?

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