Goodbye FDP! Neoliberale Kampfpartei zum erstenmal nicht im Bundestag +++ Grosse-Brömer vor Direktmandat

Wenn man nach den ersten Hochrechnungen zur Bundestagswahl auch konstatieren muss, dass es einem großen Teil der Bevölkerung offenbar noch zu gut geht (warum sollten sie sonst CDU wählen), so ist dieser Wahltag doch ein Freudentag: Die neoliberale Kampfpartei FDP hat die verdiente Quittung für ihre unerträgliche Klientelpolitik erhalten. Zum erstenmal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland dürfte sie nicht mehr dem deutschen Bundestag angehören. Das ist eine historische Zäsur!

Auch im Landkreis Harburg spiegelt sich das Ergebnis auf Bundesebene wider. Michael Grosse-Brömer, Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Bundestagsfraktion, hat sicher das Direktmandat im Wahlkreis 36, zu dem Buchholz gehört, errungen. Nach Auszählung der Stimmen in 32 von 108 Stimmbezirken liegt Grosse-Brömer bereits mit 48,8 Prozent vor Svenja Stadler von der SPD mit 28,0.

Die liberale Kandidatin Nicole Bracht-Bendt, die viele Tausende in eine Erststimmenkampagne gesteckt hat (der buchholzblog berichtete), liegt weit abgeschlagen bei 3,4 Prozent. Ein Achtungserfolg dürfte Bernd Lucke, Spitzenkandidat der Alternative für Deutschland, erringen, er liegt derzeit bei 6,1 Prozent. Sollte die AfD noch in den Bundestag einziehen, dürfte die rechtspopulistische Partei die FDP als neoliberale Pressure Group ablösen. Das wäre sicher keine gute Nachricht, aber immerhin ein ehrlicher Ausdruck der politischen Machtverhältnisse in dieser Gesellschaft. (kst)

Advertisements

3 Comments

  1. Da haben die Wähler und Nichtwähler von den Möglichkeiten, die sie sich von Politik und Medienpropaganda haben zuweisen lassen, doch die beste und schlaueste ausgewählt. Wie sagte dereinst Westerwelle:“Wir müssen mit allen Mitteln verhindern, dassn die parlamentarische Mehrheit von SPD – Grüne und Linke auch eine politische wird. In einer Demokratie: „Mit allen Mitteln!“

    Gefällt mir

  2. In der Tat, die FDP braucht nun wirklich niemand.
    Nur gebrauchst Du den Begriff „neoliberal“ als Schimpfwort, wie viele andere auch. Schaut Euch die Herkunft des Begriffs an… Neoliberalismus, ja bitte, aber das, was die Kritiker meinen, was Neoliberalismus sein könnte, wenn sie es definieren dürften, nein danke.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s