Kunstrasenplatz Wiesenschule: Hockeyball beschädigt geparktes Auto

Veröffentlicht: 2013-09-17 in Hintergründe, Lokales
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Von Kristian Stemmler

Hier schlug der Hockeyball ein - eine deutliche Delle im Blech!

Hier schlug der Hockeyball ein – eine deutliche Delle im Blech!

Im Streit um den Kunstrasenplatz an der Wiesenschule kehrt keine Ruhe ein. Ein neuer Vorfall sorgt jetzt dafür, dass die Anwohner wieder auf der Zinne sind. Ein Hockeyball, offenbar von einem Spieler von Buchholz 08 geschossen, traf auf einem angrenzenden Grundstück des Platzes ein geparktes Auto. „Wir fanden den Ball neben dem Auto. Die Motorhaube ist deutlich eingedellt, man mag sich die Wucht des Balles gar nicht vorstellen“, sagt Anwohnerin Dörte Nissen. Sie will jetzt einen Anwalt beauftragen, um Schadenersatzansprüche geltend zu machen.

Der Vorfall bestätigt die schlimmsten Befürchtungen der Anwohner. „Nicht lange davor haben mein 14-jähriger Sohn und ich genau in der Flugschneise Laub gefegt. Der Ball wäre genau auf Kopfhöhe gewesen…“, sagt Dörte Nissen. Sie habe schon immer Angst vor diesen Bällen gehabt. Des öfteren werde beim Hockeytraining das Tor direkt vor ihrem Garten platziert, ohne einen Ballfangzaun oder andere Schutzvorrichtungen.

Auch Anwohner Gerd Schrader, der die Klage gegen den Betrieb des Kunstrasenplatzes beim Verwaltungsgericht Lüneburg mit initiiert hat, ist entsetzt über den Vorfall mit dem Hockeyball. „Die Verantwortlichen begreifen wohl erst, wenn ein Kind getroffen wird, dass ein Hockeyplatz in einem Wohngebiet eine Gefahr darstellt“, sagt er. Seit Monaten leidet die Familie Schrader unter dem Lärm auf dem Kunstrasenplatz und den Belästigungen durch das Flutlicht. Gerd Schrader ärgert sich vor allem über den Ersten Stadtrat und Sportdezernenten Jan-Hendrik Röhse.

Schrader wirft Röhse vor, kein wirkliches Interesse daran zu haben, die Anwohner vor dem Lärm und anderen Belästigungen zu schützen. So seien seine Versuche, die Situation zu verbessern, bisher eher kontraproduktiv gewesen. „Im Frühjahr 2012 ließ er zum Beispiel eine Folie am Ballfangzaun anbringen, in der Absicht, die Anwohner vor dem Flutlicht zu schützen. Der Effekt: Nicht ein Flutlichtstrahl wurde von unseren Häusern abgehalten, aber im Sommer wäre uns die Abendsonne genommen worden“, so Schrader. Zum Glück habe die Folie sich losgerissen und sei dann entfernt worden.

Genauso sinnlos sei die Montage von Blechen an den Scheinwerfern gewesen. Sie sorgten lediglich dafür, dass im Herbst bei niedrigem Sonnenstand in seiner Wohnung unangenehme Blendwirkungen aufträten. Im Herbst 2012 habe Röhse dann mit der Schaltung des Flutlichtes experimentiert. Der Effekt sei diesmal gewesen, dass sich das Flutlicht nur auf einer Seite anschalten ließ und sich nun die doppelte Anzahl von Spielern auf der Seite austobten, auf der die meisten Anwohner leben.

Schrader wirft Röhse auch vor, gegen die auf dem Kunstrasenplatz trainierenden Vereine nicht wirklich durchzugreifen. So würden etwa Hockeyspiele immer wieder am Sonntag angesetzt, obwohl der Platz am Sonnabend ungenutzt sei. Oder sie würden als „besondere Ereignisse“ deklariert, um auch am Sonntag in der Mittagszeit spielen zu können. Vorfälle wie das Grillfest der 08-Hockeyherren am Sonntagmittag und die Tanzeinlage von 08-Tänzern am Sonntagmorgen (der blog berichtete) würden kurzerhand zu „Missverständnissen“ erklärt. Schrader: „Die Vereine haben hier doch Narrenfreiheit.“

Zuletzt stritt sich Schraders Frau Sabine mit Röhse über die Frage, was laut Sachverständigengutachten unter „Nutzungszeit“ zu verstehen ist. Für den Sportdezernenten ist das nur der reine Spielbetrieb. Für die Schraders ist das absurd. Sabine Schrader schrieb an Röhse: „Wenn die 18. Bundeslärmschutzverordnung schon das relativ geräuscharme Betreten und Verlassen des Platzes als Nutzungszeit wertet, wie kann dann ein einstündiger Einspielbetrieb keine Nutzung sein.“

Tatsächlich stellt sich die Frage, ob die Vorfälle der letzten Wochen und Monate die Position der Stadt vor Gericht stärken. Es sieht nicht so aus, als seien die Sportler, die den Kunstrasenplatz nutzen, für die heikle Situation vor Ort nachhaltig sensibilisiert worden.

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Kommentare
  1. BlueBear sagt:

    Hallo Herr Schulze,

    die von Ihnen angefragte „Bürgerbewegung“ gibt es mittlerweile schon seit fast vier Jahren. Damals tauchte im Wochenblatt ein kleiner, unscheinbarer Artikel auf, dass der wegfallende Hockeyplatz am Kattenberge möglicherweise an den Wiesenschulsportplatz verlegt werden sollte. Eine entsprechende Information der Anwohner von der Stadtverwaltung gab es übrigens nicht; eventuell hoffte man da, heimlich, still und leise einen entsprechenden Ratsbeschluss fassen und die Anwohner vor vollendete Tatsachen stellen zu können. Einem Anwohner fiel der Artikel auf, er machte sich Gedanken über die möglichen Konsequenzen für die Nachbarschaft und organisierte per Flugblatt ein Treffen der Anwohner aus Heidekamp und Lohbergenstraße. In der Folgezeit versuchten die Anwohner, vertreten durch einen harten Kern, der auch heute noch aktiv ist, mit guten Argumenten und per Unterschriftensammlung den Rat der Stadt Buchholz zu überzeugen, nach besser geeigneten Alternativen zu suchen. Der Ausgang ist bekannt.

    Nach Inbetriebnahme des Platzes wurde schnell klar, wie hoch die Belastung durch den Sportbetrieb tatsächlich war und wie massiv in unsere Lebensqualität eingegriffen wurde. Hinzu kam, dass die Vereine die von der Stadtverwaltung entworfenen und vom Rat beschlossenen Nutzungsvereinbarungen eher als unverbindliche Empfehlungen betrachteten und die Stadtverwaltung sich auch nicht wirklich um den Schutz der Anwohner kümmerte. Deshalb entschlossen sich über 20 Familien aus Heidekamp und Lohbergenstraße, einen Anwalt mit der Wahrung ihrer Interessen zu beauftragen und die Kosten dafür gemeinschaftlich zu tragen. Nachdem auch der Anwalt von der Stadtverwaltung keinerlei Zugeständnisse an die Anwohner erreichen konnte und hier alles so weiterlief wie zuvor, blieb nur noch der Klageweg als letzte Möglichkeit. Auch dieser Entschluss wurde und wird von allen beteiligten Familien mitgetragen, selbst wenn es aus rechtlichen Gründen nur zwei Kläger (je einer aus dem Heidekamp und aus der Lohbergenstraße) geben kann. Die in Vereinskreisen immer wieder gern kolportierte Aussage, bei den Klägern handele es sich lediglich um zwei frisch zugezogene Querulanten (wahlweise auch Sportfeinde oder Kinderhasser) aus der Neubausiedlung, ist definitiv falsch.

    Seit gut einem Jahr ist die Klage nun vor dem Verwaltunggericht Lüneburg anhängig, und lediglich personelle Engpässe dort haben verhindert, dass sie schon verhandelt wurde. Mittlerweile sehen wir darin auch die einzige Möglichkeit, zu einer für alle Seiten verbindlichen Regelung zu kommen, wie auch immer diese letztendlich aussehen wird. Auf Einsicht oder Unterstützung von Buchholzer Seite zu hoffen, haben wir nach den Erfahrungen der letzten Jahre aufgegeben – und nach „spaßigen“ Aktionen steht uns ehrlicherweise schon lange nicht mehr der Sinn.

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  2. Uwe Schulze sagt:

    Hallo BlueBear,
    hallo Lubeca,
    das sind allerdings jetzt Detail die ich so nicht kannte, die das ganze aber dadurch interessanter machen.
    Das die Stadt Buchholz die Sportvereine deutlich, sehr deutlich stärker unterstüzt als die Bürger mit ihren Anliegen hat man in der Tat seit längerem schon bemerkt.
    Dann habe ich das also richtig verstanden, der richtige Stress und der Lärm kam erst auf als der Kunstrasen aufgelegt wurde.
    Ja, ich würde mir gern mal mehr von der Seite der Anwohner anhören oder noch besser ein Bild machen. Auch würden mich die Gutachten interessieren.

    @Lubeca: Lärm Kunstrasenplatz und der Bahnlärm haben bei mir eine ähnliche Gewichtung, weil Lärm krank macht. Ich bin vom Bahnlärm betroffen da ich keine 200 Meter von der Bahnline jetzt entfernt wohne, wenn ich noch am Heidekamp wohnen würde bestünde die Möglichkeit das ich mich auch von dem durchaus anderen Lärm auch gestört fühlen würde, kann ich aber nicht mit Sicherheit behaupten.
    Damit das nicht falsch rüberkommt, ich bin immer dafür Kompromisse zu suchen und bin ganz sicher kein Unterstützer der Buchholzer /Geiger-Politik.
    Lärm ist generell ein Problem in Buchholz eventuell könnten wir das mal gemeinsam angehen, und fangen mit der Lohbergenstraße /Heidekamp an.

    Gibt es so etwas wie eine Anwohnerbewegung? Wenn ja, trifft man sich und bespricht sich mal? Wenn nein, dann empfhielt es sich so etwas zu gründen.
    Besteht Interesse an einer online Umfrage? Wenn ja, sollten wir uns austauschen um Fragen zu erstellen, die Hard- und Software habe ich dazu.

    Eine Petition kann man über OpenPetitoin oder Change.org einrichten.
    Ist doch recht einfach also, wenn e so nicht geht muss man sich eben Gehör verschaffen.
    Übrigens habe ich noch eine andere friedliche aber wirkungsvolle Maßnahme im Kopf, die sollte ich hier aber nicht auflisten, denn sonst ist der Spass dabei weg.

    Beste Grüße
    Uwe Schulze

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  3. Lubeca sagt:

    @Uwe Schulze – auch wenn Ihre Kindheitserinnerungen Ihnen einen regen Sportbetrieb auf dem Wiesenschulsportplatz suggerieren, so erinnern sich die meisten Anwohner nur an einen staubigen, heruntergekommenen Grandplatz, auf dem nur gelegentlicher Trainingsbetrieb von den Mannschaften stattfand, die keine anderen Trainingsmöglichkeiten auf Rasen ergattern konnten – und die meisten Anwohner wohnen hier nun auch schon seit deutlich über zehn Jahren (übrigens auch die Kläger!). Sonntagspunktspiele gab es in zehn Jahren maximal drei, Training unter Flutlicht nur gelegentlich. Darüber hat sich jahrelang auch niemand beschwert.

    Nach dem Bau des Kunstrasenplatzes haben sich der Lärm und die Belastung der Anwohner allein durch den Trainingsbetrieb ungefähr vervierfacht, dazu kommen dann auch noch Punktspiele und Turniere an den Wochenenden. Es mag auch sein, dass sich zu den Zeiten, als Sie dort mit Ihren Freunden kickten, niemand wirklich Gedanken über Lärm gemacht hat – war laut, und gut. Ich habe als Kind auch bei Familienfeiern in einem Raum gesessen, in dem sich bei geschlossenen Fenstern alle Erwachsenen eine Zigarette nach der anderen ansteckten (von Onkel Erwin mit seinen Zigarren will ich gar nicht erst anfangen), und niemand hat das irgendwie bedenklich gefunden oder gar Rücksicht genommen. Damals wusste man es nicht besser, und das war bei Lärm nicht anders. Mittlerweile weiß man, dass ständiger Lärm krank machen kann. Nicht umsonst gibt es Lärmschutz- und Bauvorschriften, die dazu dienen, die Belastung der Anwohner auf ein erträgliches Maß zu begrenzen.

    Auch für den Kunstrasenplatz gibt es ein Lärmgutachten, das mittlerweile schon zweimal nach Hinweisen der Anwohner auf fehlerhafte Ansätze korrigiert werden musste. Dieses geht aber nicht vom Ist-Zustand aus, sondern benutzt ein Rechenmodell, das die tatsächliche Nutzung nur höchst unvollkommen abbildet (eine von uns Anwohnern geforderte Echtmessung wurde von der Stadt mit Hinweis auf das Gutachten als „unnötig“ abgebügelt). So wird beim Trainingsbetrieb nur von einer einzigen Mannschaft ausgegangen, obwohl zeitgleich häufig zwei Mannschaften auf jeweils einer Hälfte trainieren (wir haben hier schon Abende gehabt, an denen sich über 40 Leute auf dem Platz tummelten). Ein Hockeypunktspiel wird incl. Einschlagen und Auslaufen mit gerade mal 1,25 Stunden angesetzt, obwohl bspw. die Ersten Hockeyherren es locker auf über drei Stunden bringen. In der abendlichen Ruhezeit zwischen 20.00h und 22.00h wird es laut Gutachten zu laut, wenn über den vollen Zeitraum von zwei Stunden gespielt wird; wenn man aber einmal bis 21.45h spielte, wäre der Lärm akzeptabel – die Berechnungszeit bleibt bei zwei Stunden, und der Lärm, der in der kürzeren Zeit entsteht, wird einfach auf die Gesamtzeit verteilt. Ungefähr so, als wenn in einer Fabrik drei Arbeiter je 2.000€ verdienen, der Chef aber 10.000€ – dann haben alle im Schnitt doch 4.000€. Blödsinn? Natürlich! Die Vereine und/oder die Stadtverwaltung haben das übrigens so interpretiert, dass sie dann ja auch zweimal bis 21.30h spielen dürften.

    Der Umgang mit den Anwohnern in der Planungsphase des Platzes, den Herr Klose zutreffend geschildert hat, hat sich nach der feierlichen Einweihung und Inbetriebnahme vor gut drei Jahren nahtlos fortgesetzt. Hinweise auf Verletzungen der Ratsbeschlüsse, die zum Schutz der Anwohner getrofffen wurden, werden entweder ignoriert, durch abenteuerliche Argumentationen „entkräftigt“ oder, wenn das partout nicht möglich ist, flugs zu Missverständnissen deklariert. In all der Zeit hat meines Wissens nach das Fehlverhalten der Sportler – egal wie eklatant – nicht ein einziges Mal zu Konsequenzen geführt. Wie man sich unter den Umständen an einen Tisch setzen und zu tragfähigen Kompromissen kommen soll, die dann auch von beiden Seiten zuverlässig eingehalten werden, ist mir ein Rätsel.

    Was unsere Situation mit dem Bahnlärm zu tun hat, unter dem Sie leiden, ist mir auch nicht so recht klar (nebenbei bemerkt hören wir die Bahn je nach Windrichtung auch mehr oder minder deutlich, wie Sie möglicherweise noch wissen, da Sie selbst am Heidekamp aufgewachsen sind). Während man eine Bahnlinie aber nicht einfach so verlegen kann, ist es ohne Weiteres möglich, einen Kunstrasenplatz woanders neu zu errichten, womöglich gar im Sportzentrum. Es gibt sogar ein Lärmgutachten für die Anlage am Holzweg, das explizit einen Hockeyplatz dort vorsieht und zu dem Ergebnis kommt, dass dort niemand durch Spiellärm und Flutlicht gestört würde. Dort hätte man aber natürlich den Zuschuss für die „Instandsetzung“ des Wiesenschulplatzes, die der Neubau des Kunstrasenplatzes angeblich nur war, nicht abgreifen können. Und wenn die Stadt Buchholz einen Zuschuss bekommen kann, dann nimmt sie den natürlich gern mit und plant notfalls dann auch etwas größer – siehe Ostring.

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  4. BlueBear sagt:

    Hallo Herr Schulze,
    prima, was sie für hervorragende Vorschläge machen, da ist noch keiner der Betroffenen darauf gekommen. Hier mal ein paar Fakten.
    Es wurde irgendwann mal ein Sportplatz geplant für die Wiesenschule. Für diesen Sportplatz gibt es keine Baugenehmigung. Zu der Zeit als der Sportplatz gebaut wurde, wäre der Sportplatz genehmigungspflichtig gewesen. Es wurde keine Baugenehmigung beantragt, was in der Klageerwiderung durch die Stadt von der Stadt auch eingeräumt wird. Später erhielt der Sportplatz auch zusätzlich eine Flutlichtanlage als Schwarzbau durch einen privaten Sponsor, was auch nicht genehmigt wurde.
    Ende der Neunziger (den genauen Zeitpunkt weiß ich leider nicht) beantragte dann ein in Buchholz sehr bekannter Investor den Bau einer Reihenhaussiedlung in der Lohbergenstraße.
    Um die Baugenehmigung (für die Reihenhäuser) erteilen zu können, wurde beim TÜV ein Lärmgutachten in Auftrag gegeben und auch offiziell dem Bebauungsplan zugefügt, dass durch die geringe Frequentierung des Schul-(!) sportplatzes und geringe Nutzung keine weiteren Maßnahmen erfordlich sind, bautechnisch und für Bebauungsabstand). Dieser Passus steht auch heute noch im Bebauungsplan. Die Reihenhäuser wurden gebaut.
    Seit 2001 sind diese Reihenhäuser bewohnt und kein Anwohner aus der Lohbergenstraße und dem Heidekamp hat sich bis dorthin über geringen bis 2010 durchgeführten Fußballtrainingsbetrieb und die Durchführung von 3 (!) Fußballspielen in 9 Jahren, beschwert.
    Aber im Jahre 2010 musste unbedingt ein Kunstrasenplatz für Hockey an der Stelle mitten in ein Wohngebiet neu gebaut werden, statt, wie es sich angeboten hätte zu einem vorhanden Sportzentrum, welches man für Millionen von Euro schon vorher gebaut hatte.
    Das hatte zu Folge, dass die Nutzung in etwa um 300 (in Worten dreihundert) Prozent, wahrscheinlich ist es noch mehr, zugenommen hat.
    Im Jahre 2010 nahm man dann das alte TüV-Lärmgutachten hervor, bastelte etwas daran rum, und benutzte es nun dafür zu behaupten, dass der Lärm zumutbar ist. Der zur Überarbeitung beauftragte TÜV handelte natürlich nach dem Motto „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“. Das Gutachten enthält viele eklatante und sachliche Fehler, was die Stadt Buchholz.nicht interessiert.
    Ein von den Anwohner gefordertes Gutachten über die völlig unzumutbaren Lichtimmisionen verweigert die Stadt noch heute.
    Eine Nutzungsordnung für die Vereine, aufgestellt vom Rat (!) der Stadt Buchholz ist so schwammig formuliert, mit lauter „könnte“ und „sollte“, so dass sich die Sportvereine ins Fäustchen lachen. Selbst die eindeutigen Passagen werden sehr, sehr häufig nicht eingehalten. Auch vom Lärmgutachten aufgestellte Regelungen sind für die Nutzer nicht existent.
    Und dann gibt es einen Ersten Stadtrat, der nur die Interessen der Sportvereine vertritt, die Nutzungsordnung so was von verschroben auslegt, dass die Bude wackelt (siehe Artikel von Herrn Stemmler, Stichwort Nutzungszeiten), der die vom Rat angestrebte Mediation absagt und dann auch noch unwahr behauptet, die Anwohner hätten die Mediation gecancelt, und der Beschwerden gegen Verstöße teilweise auch völlig ignoriert.
    Und da reden Sie, Herr Schulze von Kompromissen ? Wie soll das denn gehen ? Den Anwohnern wird ja nicht einmal die Chance gegeben Kompromisse einzugehen. Die Stadt hat rücksichtlos die Interessen der Sportvereine durchgesetzt. Und bedenkenlos die Belästigung und Schädigung der Anwohner hingenommen.
    Und was bleibt einem Bürger dann für Möglichkeit sich gegen die Willkür der Stadt Buchholz zu wehren ?
    Warten wir es also ab, wie das Gericht diesen Missbrauch der Mittel beurteilen wird.
    Und wenn die Stadt Buchholz den Schwarzbau des Herrn Otto abreißen läßt, kann sie Geld sparen, wenn sie die eigenen Schwarzbauten gleich mit abreissen läßt.
    Herr Schulze, Sie köönnnen gerne die entsprechenden Unterklagen bei uns einsehen

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  5. uschulze sagt:

    Hallo Herr Klose,

    1. Sie wohnen evtl. In einer schönen ruhigen Wohngegend und genießen ihren Feierabend auf der ruhigen Terrasse.
    > Nein, wohne ich beispielsweise nicht, im Gegenteil.

    2. Wir Anwohner haben uns Xmal mit den Vertretern der Stadt und den Sportvereinen zusammengesetzt.
    > Wie wäre es denn mal mit einer Demonstatrotion während des Sportbetriebs?
    > Wie wäre es mit einer Petition oder Unterschriftensdammlung mit einer konstruktiven Lösung als Vorschlag?

    3. Unsere Bedenken wurden rigoros vom Tisch gewischt.
    >Da ich Ihre Bedenken nicht kenne wie sie im Detail aussehen, kann ich das >nicht beurteilen, das müsste ich mal sehen. Oft gibt es aber auch einfach nur >ein Kommunikationsproblem.

    4. In öffentlichen Fragestunden wurde von einem Vertreter der Stadt gefragt ob wir keine anderen Sorgen haben (natürlich haben wir die auch)
    >Okay, diese Antwort der Volksvertreter geht nicht!

    5. Zur Besprechung von Kompromissen hatten wir keine Gelegenheit bekommen diese zu “erarbeiten”, sondern diese wurden uns als fertiges Produkt zwischen Stadt und Sportvereinen fertig vorgelegt. Nach dem Motto “friss oder stirb”
    > Dann ist es aber um so wichtiger einen Kompromiss vorzulegen, sonst wird man abgebügelt mit dem Voraschlag der Stadt Buchholz.

    6. Der Platz sollte ausschließlich für Hockeytraining genutzt werden
    > Wo genau steht das?

    7. lt. “Kompromiss” ist Fußball- und Hockeytraining parallel nicht gestattet, wird aber nicht eingehalten
    > Ist das schriftlich festgehalten? Wenn ja mit wem?

    8. Wir Anwohner gehen davon aus, das hier der Platz als Neuanlage einer Baugenehmigung bedürfte. Wie die Stadt Buchholz mit illegal gebauten Objekten umgeht kann im Wochenblatt verfolgt werden.
    > Der Sportplatz ist aus den 70er Jahren, nur mal angemerkt. Da existierte > auch der Antrag.
    9. Vor dem Kunstrasenplatz wurde auf dem Ascheplatz nur sehr selten trainiert, jetzt täglich mit Punktspielen am Wochenende.
    > Das resultierte daraus, dass der damalige FC Buchholz und zeitweise > Buchholz 08 dort trainierten und spielten. Das hatte Ende der 80er Jahre > nachgelassen, da stand aber Ihre Wohnsiedlung auch noch nicht.
    10. Erholung nach Feierabend auch bei Schichtlern ist auf der Terrasse nicht mehr gegeben.
    > Das kann ich absolut nachvollziehen, ich bin selbiger Situation.
    11. Der Verkaufswert der Immobilien ist um 15 – 25% gesunken.
    > Kann ich nicht beurteilen.
    12. Auch von klagenden Nachbarn spielen Kinder hier Hockey
    > Hier muss man ganz klar am selben Strang ziehen, also mal intensiv mit den Nachbarn sprechen.

    Ist eigentlich mal eine Schallpegelmessung gemacht worden?
    Ich bin davon überzeugt das wenn man es richtig aufzieht eine Initialzündung ausgelöst wird und man auch Erfolg vrbuchen kann.
    Rechtsmittel sind oft nur das allerletzte Mittel.
    Wie wäre es mit einer Umfrage (online) zu dem Thema? Das Ergebnis kann man mit dem Stadtrat (Kristian, du musst das mal eben überlesen) und Bürgermeister intensiv besprechen. Schade das der Lärmaktionsplan hier nicht greift.

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  6. Norbert Klose sagt:

    Nochmal für Alle, die der Meinung sind es könne ja alles nicht so schlimm sein.
    1. Sie wohnen evtl. In einer schönen ruhigen Wohngegend und genießen ihren Feierabend auf der ruhigen Terrasse.
    2. Wir Anwohner haben uns Xmal mit den Vertretern der Stadt und den Sportvereinen zusammengesetzt
    3. Unsere Bedenken wurden rigoros vom Tisch gewischt.
    4. In öffentlichen Fragestunden wurde von einem Vertreter der Stadt gefragt ob wir keine anderen Sorgen haben (natürlich haben wir die auch)
    5. Zur Besprechung von Kompromissen hatten wir keine Gelegenheit bekommen diese zu „erarbeiten“, sondern diese wurden uns als fertiges Produkt zwischen Stadt und Sportvereinen fertig vorgelegt. Nach dem Motto „friss oder stirb“
    6. Der Platz sollte ausschließlich für Hockeytraining genutzt werden
    7. lt. „Kompromiss“ ist Fußball- und Hockeytraining parallel nicht gestattet, wird aber nicht eingehalten
    8. Wir Anwohner gehen davon aus, das hier der Platz als Neuanlage einer Baugenehmigung bedürfte. Wie die Stadt Buchholz mit illegal gebauten Objekten umgeht kann im Wochenblatt verfolgt werden.
    9. Vor dem Kunstrasenplatz wurde auf dem Ascheplatz nur sehr selten trainiert, jetzt täglich mit Punktspielen am Wochenende.
    10. Erholung nach Feierabend auch bei Schichtlern ist auf der Terrasse nicht mehr gegeben.
    11. Der Verkaufswert der Immobilien ist um 15 – 25% gesunken.
    12. Auch von klagenden Nachbarn spielen Kinder hier Hockey

    Bitte berücksichtigen sie diese Aspekte, bevor sie über die ach so bösen Nachbarn herziehen.
    Wir haben alles versucht um ein gütliches Miteinander zu erzielen. Leider wurden wir vom Bürgermeister Herrn Geiger und vom Ersten Stadtrat Herrn Röhse wie unmündige Kinder behandelt.

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  7. Uwe Schulze sagt:

    Moin zusammen,
    also ich kann teilweise nachvollziehen was Olaf da schreibt, und wer mich kennt weiß auch dass ich ebenfalls ein Lärmopfer der Stadt Buchholz bin, nur ist es bei mir der Bahnlärm. Zum Sportplatz Wiesenschule kann ich aber aus eigener Erfahrung ein wenig Nägel auf den Weg werfen, denn ich bin am Heidekamp,sehr nahe der alten Schlachterei Hagemann aufgewachsen. Ganz früher war dort wo der Kunstrasenplatz ist hoher Wald, dann wurde der abgemätzelt und es wuchs über ewige Jahre dort ein Laubwäldchen an. Dann kam der Sportplatz, auf dem regelmäßig Fußballtraining war, bei Flutlicht, und den Lärm gab es auch. Auch Sonntags gab es bei Fußballspielen ständig Lärm, aber das war okay so. Viele Jahre gehen ins Land, die alte Firma Meyer Bahlen, die dort stand wo nun Herr Schrader und andere Familien wohnen, stand dort ewig und drei Tage, zusammen mit dem Sportplatz. Irgendwo im Archiv des Wochenblatts müsste noch ein Bild existieren wo ich mit Freunden (wir waren damals kleine Schreihälse) auf dem Platz herum bolze und ein Wochenblatt Redakteur hat uns geknipst. Wir waren damals froh das wir darauf spielen konnten, und durften, denn woanders gab es nichts. Das ist heute übrigens auch so, denn ich würde mein Kind niemals an das andere Ende der Stadt schicken zum Spielen.
    Wie beim Bahnlärm ist auch diese Situation zu betrachten, ich bekomme hier keinen Schallschutz weil, die Bahn war zu erst hier.
    Aber auch was Kristian und Blue Bear oder Moment Mal schreiben kann ich nachvollziehen. Der Lärm ist aber eine Baustelle für sich, Schaden am Eigentum eine andere. Dämlich ist das sich alle aufregen, aber niemand setzt sich mal konstruktiv mit der Problematik auseinander, hier geht es nur um „Ich habe Recht“. Typisch deutsch sage ich mal, man verbringt mehr Zeit damit einen Schuldigen zu finden als dass man sich um eine vernünftige Lösung bemüht.
    Meine ganz ehrliche Meinung zu dem Platz ist aber dennoch, der muss bleiben!
    Wenn mal irgendwer sich hinsetzen möchte um eine Lösung zu finden, einfach Bescheid geben, ich würde mithelfen, mit dem Ziel das alle hinterher zufrieden sind. Man muss übrigens auch mal Kompromisse eingehen, denn so eine Lösung kann nur beiden Seiten gerecht werden, alles andere dient nicht der Sache.

    Beste Grüße, Uwe

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  8. Moment mal sagt:

    Nach dem Willen Herrn Blohms dürfen also 20 sich abwechselnde Sportler 50 oder was weiß ich wie viele Anwohner niederbrüllen, deren Eigentum als Zielscheibe mißbrauchen und dann – yippie yippie yeah – quengeln, dass die Einwohner alles Mies machen?

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  9. Norbert Klose sagt:

    Hallo Herr Stemmler, es ist gut zu wissen, dass die Berichte in Ihrem Blog genau das wiedergeben, was den Anwohnern hier zugemutet wird.
    @Herr Blohm.
    Ich finde es gut und auch lobenswert, das Sie sich der Stadtjugendpflege verschrieben haben. Durch diese Tätigkeit sollte Ihnen bekannt sein, das gegenseitige Rücksichtnahme oberstes Gebot sein sollte. Wir Anwohner haben grundsätzlich nichts gegen die Sportvereine. Wenn wir darum gebeten haben, das nicht in die Gärten der Nachbarn uriniert werden soll oder ein oder zwei Trainer ihren Ton gegenüber den Jugendlichen (Schutzbefohlenen?) etwas mäßigen mögen (einige Feldwebel würden blass aussehen), dann wird man nur milde belächelt.
    Dies nur mal am Rande bemerkt.
    Die Stadt Buchholz wollte unbedingt den Platz an dieser Stelle. Alle Einwände unsererseits wurden vom Tisch gefegt. Ich persönlich habe auf die Gefahr hingewiesen, wenn Hockey über das Kleinfeld gespielt wird und gebeten hier entspr. Schutzmaßnahmen zu treffen. Diese Bedenken wurden von Herrn Röhse mit einem Lächeln abgetan, mit dem Zusatz, soweit können die garnicht schießen.
    Jetzt sehen wir erneut, wozu ein Hockeyspieler fähig ist und das ist nicht der erste Ball der sich in einen benachbarten Garten verirrt.
    Wenn jetzt die Stadt auf die glorreiche Idee kommt, die Sportler auf einen neuen Platz in Holm-Seppensen zu verlegen, dann glaube ich auch nicht mehr daran, das der Stadt an den Sportlern gelegen ist.
    Wie kann man denn so eine Überlegung überhaupt öffentlich aussprechen.
    Wir haben in Buchholz ein Sportzentrum und dann frage ich mich, warum wird dann der Sport nicht auch dort zentriert???
    Eine Klage gegen die Stadt Buchholz scheint mir in diesem Fall mehr als gerecht zu sein, denn wenn die Interessen der Nachbarn keine Berücksichtigung finden und die einseitig von der Stadt Buchholz getroffenen (bestimmten) Vereinbarungen ebenfalls nicht eingehalten werden, hat jeder das Recht, eben dieses einzuklagen.

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  10. BlueBear sagt:

    Und, Herr Blohm, es geht hier nicht um „zwei“ Familien. Es klagen zwei Familien stellvertretend für ca. ZWANZIG Familien. Grund hierfür : In Deutschland sind keine Sammelklagen möglich. Als erst informieren, dann jemanden abkanzeln.

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  11. BlueBear sagt:

    Ich vermute mal das der selbstgerechte Herr Blohm ein klein wenig anders denken würde, wenn er persönlich 30 bis 40 Stunden die Woche in seiner Wohnung dem Lärm ausgestzt würde, oder an lauen Sommerabenden gleißendes Flutlicht auf die Terasse geknallt bekommt. Es ist schon sehr großzügig, Herr Blohm, wie Sie mit der Lebensqualität anderer Leute verbal umgehen. Große Klasse !

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  12. buchholzblog sagt:

    Olaf, sicher ist ein Teil der Anwohner inzwischen sehr fokussiert auf die Störungen und emotional auch sehr beteiligt. Da schießt man auch mal übers Ziel hinaus. Andererseits hat es die genannten Vorfälle ja gegeben. Und ich habe mich vor Wochen selbst davon überzeugt, wie laut das dort ist, wenn etwa die Fußballer trainieren.

    Ferner habe ich nicht den Eindruck, dass die Stadt und die Vereine besonders sensibel mit dem Thema umgehen. Ich will keine Pauschalkritik an den Sportlern üben, aber in Buchholz werden die Sportvereine einfach zu sehr hofiert, das führt nicht gerade dazu, dass sie sich bescheiden und rücksichtsvoll verhalten. Was da zum Beispiel zu den Haushaltsberatungen wieder an Forderungen aufläuft, geht auf keine Kuhhaut.

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  13. Olaf Blohm sagt:

    Der Kunstrasenplatz scheint ja ein ewiges Thema zu sein. Aber das zwei Familien lieber einen ungenutzten Kunstrasenpark als einen für die Vereine wichtigen Sportplatz vor der Tür haben wollen, geht eben nicht. Mal sind es die Hockeyspieler, dann die Tänzer, mal das Flutlicht, dann sind Spieler angeblich zu früh auf dem Rasen. Es scheint mir, als Ziele die Berichterstattung schon lange nicht mehr auf einen Ausgleich ab, sondern dient der Zermürbung der Sportlerinnen und Sportler, wenn Nachbar „Krause“ wieder mit Stoppuhr und Kamera auf der Lauer liegt.
    Ich würde mich freuen, wenn dem Buchholzblog in dieser Hinsicht ebenso das Gemeinwohl als auch Einzelinteressen interessieren würden. Ansonsten vergebe ich gerne den Titel „Hofberichterstatter des kleinen Königs aus der Lohbergenstraße“.

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