Otto verliert erneut vor Gericht – jetzt wird abgerissen!

Von Kristian Stemmler

High Noon im Höllental: Am Sonnabend läuft die endgültig letzte Frist für den Tenor und Schwarzbauer Prosper-Christian Otto ab! Das heißt: Wenn er bis dahin sein in weiten Teilen schwarz gebautes Anwesen in dem Sprötzer Landschaftsschutzgebiet nicht selbst abgerissen hat, womit im Ernst nicht zu rechnen ist, wird die Stadt das im Zuge der Ersatzvornahme selbst erledigen. Schon bald könnten also die Abrissbagger rollen und der fast unendlich erscheinenden Geschichte ein Ende bereiten.

Wie es von Otto, der sich in den vergangenen Jahren als unbelehrbarer Querulant erwiesen hat, nicht anders zu erwarten war, beschäftigt er auch jetzt noch die Gerichte – weiterhin ohne Erfolg. Bürgermeister Wilfried Geiger teilte im Standplanungsausschuss mit, dass das Verwaltungsgericht Lüneburg eine Klage abgewiesen hat, mit der Otto versucht hatte, den Abriss hinauszuzögern. Bei dieser Klage war es darum gegangen, dass die Musikschule, die sich in Ottos Haus befindet, nicht rechtzeitig von der Stadt informiert worden sei. „Auch hier haben wir wieder obsiegt“, freute sich Geiger im Ausschuss.

Otto hat sich mit seiner Arroganz und Unbelehrbarkeit, mit haltlosen Drohungen und verbalen Ausrastern in den letzten Jahren sämtliche Sympathien verscherzt. Unter anderem drohte er, die lange von seiner Frau geleitete Musikschule aus Buchholz abzuziehen, an die Mitglieder des Stadtrates schrieb er einen unverschämten Brief. Skandalöser Höhepunkt seines „Feldzugs“: Die Durchsetzung einer Abrissverfügung, betreffend Außenanlagen auf seinem Grundstück, kommentierte Otto mit dem Satz: „Hier werden Methoden wie bei den Nazis angewendet!“ Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, dass die Stadt in der Sache keinen Millimeter mehr nachgibt. „Abgerissen wird auf jeden Fall“, sagte Geiger dem Wochenblatt.

Wie berichtet, kämpft Otto seit Jahren mit harten Bandagen gegen die Stadt, um sein Anwesen und die Häuser von Nachbarn im Höllental zu erhalten. Vor dem Bundesverwaltungsgericht errang er einen Pyrrhussieg. Das Gericht kassierte zwar, wie von Otto angestrebt, den Bebauungsplan, mit dem die Stadt die Schwarzbauten in dem Gebiet in einem bestimmten Rahmen legalisieren wollte. Doch danach standen die Häuser von Otto und seinen Mitstreitern im Außenbereich und müssen abgerissen werden.

Geradezu besorgniserregend ist der Realitätsverlust, der bei Otto zu beobachten ist. „Die Chancen der Stadt, mein Wohnhaus abzureißen, tendieren gegen null“, behauptet er doch allen Ernstes im Wochenblatt. Man kann nur hoffen, dass der Mann nicht noch durchdreht, sich an sein Haus kettet, wenn die Bagger kommen, oder mit einer abgesägten Schrotflinte im Rathaus erscheint. Ähnliches hat es ja leider in den letzten Monaten und Jahren mehrfach gegeben.

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