Keine Nazis in Buchholz? Razzia gegen „Werwolf-Kommando“ auch in der Nordheide

Veröffentlicht: 2013-07-17 in Hintergründe, Lokales, Politik
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Von Kristian Stemmler

Von wegen in Buchholz gibt es keine Nazis! Wie mehrere Medien melden, ist im Rahmen der von der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe veranlassten Razzia gegen Rechtsextremisten in Norddeutschland, der Schweiz und den Niederlanden auch ein Verdächtiger in Buchholz überprüft worden. Das Wochenblatt berichtet, es handele sich um einen 29 Jahre alten Ex-Soldaten, der Gründer der „Aktionsgruppe Nordheide“ sein soll. Diese Gruppe sei ein „Zusammenschluss aus mehreren jungen heimattreuen Deutschen, die aktiv gegen dieses System auf die Straße gehen werden“. Nach Informationen des NDR handelt es sich bei dem Buchholzer um einen Denny R.

Die Bundesanwaltschaft geht dem Verdacht nach, dass die Überprüften nach dem Muster der Nazis ein „Werwolf-Kommando“ gründen wollten, um Terroranschläge gegen die Bundesrepublik zu begehen. Die Verdächtigten sollen bereits ein elektronisches Verschlüsselungsprogramm entwickelt haben, um geheim kommunizieren zu können. In der Schweiz wurde nach ARD-Informationen die Gefängniszelle von Sebastien N. durchsucht, der im vergangenen Jahr auf dem Bahnhof von Harburg festgenommen wurde. Er gilt als Anführer der mutmaßlichen Terrorzelle.

Einige der Männer werden, so berichtet der NDR, offenbar mit der „Weiße Wölfe Terrorcrew“ in Hamburg in Verbindung gebracht. Die Neonazi-Gruppe wird vom Hamburger Verfassungsschutz beobachtet. „Ihr gehören etwa zehn Personen an, von denen die meisten als gewaltbereit einzuschätzen sind. Durch selbstbewusstes Auftreten bei Veranstaltungen und auch durch offensive Propaganda-Aktionen versucht, die Gruppe jüngere Aktivisten für sich zu gewinnen“, heißt es im Verfassungsschutzbericht 2012. Vor einigen Wochen waren Aufkleber mit dem Namen der Gruppe nach Angriffen auf ein linkes Jugendzentrum in Bergedorf aufgetaucht.

Dass Buchholz heute bundesweit als einer der Orte der Razzia in den Medien ist, wird die Stadtväter nicht gerade erfreuen. In den vergangenen Monaten hat man sich immer bemüht, den Eindruck zu zerstreuen, in der Nordheidestadt seien Nazis nennenswert aktiv. Der buchholzblog hat immer wieder darauf hingewiesen, dass die Faschos natürlich auch in Buchholz ihr Unwesen treiben. Ob es sich dabei um 5 oder 50 handelt, ist ziemlich irrelevant. Wichtige Kriterien sind eher die Intensität ihrer Aktivitäten und die Gewaltbereitschaft – wie man sieht.

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