Der Fall Hoeneß – der Geldsack-Klub entlarvt sich selbst!

Veröffentlicht: 2013-04-21 in Kommentare, Politik
Schlagwörter:,

Von Kristian Stemmler

Eigentlich hat das Thema mit Buchholz gar nichts zu tun, aber in diesem blog dürfen auch mal Themen auftauchen, die von übergeordnetem Interesse sind und aus denen sich etwas lernen lässt. Und aus diesem Fall lässt sich garantiert was lernen: aus dem Fall von Bayern-Boss Uli Hoeneß, der nach Presseberichten zugegeben hat, Steuern hinterzogen und Geld in der Schweiz gebunkert zu haben. Um es gleich zu sagen – mein Mitleid hält sich in Grenzen!

Es ist sicher ein Zufall, aber auf jeden Fall ein bezeichnender Zufall, dass diese Geschichte ausgerechnet in einem Moment hochkocht, in dem Bayern München offenbar auf dem Zenit seines Könnens angekommen ist. Mit souveräner Überlegenheit frühzeitig wie nie deutscher Meister geworden, vor dem Finale im DFB-Pokal, kurz vorm Einzug ins Champion’s-League-Endspiel. Aber es ist sicher kein Zufall, dass diese Affäre mit Geld zu tun hat. Denn das ist es ja, worauf sich das ganze Bayern-Imperium gründet: Geld!

Nicht dass die anderen Bundesligavereine von der Freude am Fußball leben, natürlich ist die Bundesliga vor allem ein Geschäft. Aber kein anderer deutscher Verein hat sich den Erfolg dermaßen mit Geld erkauft wie Bayern München. Durch ihre Erfolge in der Vergangenheit hat der Klub genug Kohle, um sich auf dem Markt die passenden Spitzenspieler zusammen zu kaufen. Und diese Geldsack-Aura macht Bayern München so unsympathisch für viele deutsche Fußballfans, wobei die arrogante Ausstrahlung einiger Spieler die Sache natürlich nicht besser macht.

Insofern ist es mehr als folgerichtig, dass genau zu diesem Zeitpunkt offenbar wird, dass der oberste Bayern-Repräsentant, das mediale Gesicht des Vereines außerhalb des Fußballplatzes ein übler Steuerhinterzieher ist – ein Mann, der den Hals nicht vollkriegen kann! Laut Zeitungsberichten hat Hoeneß nach seiner Selbstanzeige bereits sechs Millionen Euro Steuern Abschlag ans Finanzamt überwiesen. Ich frage mich, wie hoch dann wohl sein Vermögen sein wird, das er unter anderem mit einer eigenen Wurstfabrik zusammengerafft hat.

Und ich frage mich angesichts seines Falles erneut: Was wollen solche Leute eigentlich noch?? Warum reicht es Ihnen nicht, wenn sie schon viele Millionen auf dem Konto haben, wenn sie reich und berühmt sind? Warum riskieren sie ihren guten Ruf?

Schadenfreude und Häme ist Honeß jetzt gewiss und das zu Recht! Es bleibt zu hoffen, dass die Bayern jetzt auch auf dem Platz endlich was aufs Dach kriegen. Stoppt den Kapitalistenklub! Go, Messi, go!!

Advertisements
Kommentare
  1. yomaan sagt:

    so ist der Wettbewerb, wenn man international mitspielen will, Dortmund holt sich auch einen Reus und Gladbach ist bestimmt nicht so gut bestückt wie Dotmund, wenn ein Götze geht. Dieses Geschäft in dieser Klasse besteht aus Spieler kaufen und ziehen lassen. Man kann auch weiter davon träumen, dass es heut zu Tage noch Spieler wie Seeler gibt, die dem einen Verein immer treu sind. Dann kommen wir in den Bereich der Sozialromantiker. Und wie gesagt, ich bin Fußballfan, Gefühle wie Hass sehen ich hier sehr deplaziert. Es geht letztlich doch nur um ein Spiel:-)

    Gefällt mir

  2. buchholzblog sagt:

    Dass es Fußballvereine in Spanien und England noch schlimmer treiben, ist für mich kein Argument. Bayern ist in Deutschland der Verein, der am meisten mit Kohle um sich schmeißt – aktuellen Beispiel: Der Ankauf von Mario Götze. Man wartet ab, bis Spieler bei anderen Vereinen herangereift sind und holt sie dann weg. Es ist eine zusammengekaufte Truppe, und es ist sicher kein Zufall, dass diese Mannschaft in Deutschland die meistgehassteste ist!

    Gefällt mir

  3. yomaan sagt:

    Ich bin Fußballfan durch und durch und ich muss mich über solche Aussagen gegen den deutschen Fussball echt schütteln. Das kann nur von Leuten kommen “die sich nicht wirklich damit beschäftigen“. Bayern ist international gesehen ein kleines Licht. Wenn es darum geht, über Schulden Sportlichen Erfolg aufzubauen sind Barca, Madrid oder Manu wohl absolut unschlagbar. Bayern München ist an strenge DFB auflagen gebunden, die es im Europäischen Fussball sonst nicht gibt. Hier wirst du wenn du nicht genug Cash nachweisen kannst erst gar nicht für die Liga zugelassen. Wir sprechen hier nicht über Vereine die weit über Ihre Verhältnisse Leben und nur Künstlich Erfolge erzielen, nämlich indem Geld ausgegeben wird was gar nicht da ist “ich bezeichne dies als Wettbewerbsverzerrung!“ bis hin zum Verkauf der Trainingsplätze wie seinerzeit bei Real Madrid. Bayern München hat sich über rein Sportlichen Erfolg im laufe der Zeit in der Deutschen Bundesliga einen Finanziellen Vorteil erarbeitet, aber muss ich Ihnen das Vorwerfen? Ich denke hier spielt der Neid eine große Rolle!! Ich bin großer St Pauli Fan, muss aber Bayern zugestehen, dass sie International der einzige Verein ohne Ölmilliardär oder reiche Russen “die nicht wissen wo hin mit dem Geld“ sportlich in der Lage sind hier mitzuhalten. Überspitzt gesagt Bayern ist International ein Underdog! Deshalb und auch weil ich mich über Erfolge des Deutschen Fussballs freue, werde ich mir heute Abend für Bayern die Seele aus dem Leib schreien und sorry, aber Messi langweilt mich tödlich!!. Und der Hoeneß interessiert mich in diesem Zusammenhang einen Scheißdreck.

    Gefällt mir

  4. BlueBear sagt:

    Na ja, nun würde ich den CF Barcelona eigentlich genauso für einen Kapitalistenclub halten, wie die Bayern …..

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s