Turnhalle Holm-Seppensen: Ratsmehrheit setzt Siegerentwurf Dohse durch

Von Kristian Stemmler

Die Würfel sind gefallen: Mit einer knappen Mehrheit von sechs zu fünf Stimmen stimmte der Ausschuss für Schule, Kinder, Jugend, Familie und Senioren gestern abend in der Rathauskantine dafür, dass die neue Sporthalle an der Mühlenschule in Holm-Seppensen vom Hamburger Architektenbüro Dohse gebaut wird, das als Sieger aus dem Hochbaulichen Gutachterverfahren hervorgegangen war (der blog berichtete). Man kann davon ausgehen, dass der Verwaltungsausschuss heute abend diesem Votum folgen wird.

Der Abstimmung war eine lange, heftige und emotionale Debatte vorausgegangen. Wie zu erwarten war, machten sich vor allem die Oppositionsparteien CDU und FDP für den im Gutachterverfahren unterlegenen Entwurf des Oldenburger Büros MRO stark. Auch Karin Iske, Vorsitzende des SV Holm-Seppensen, favorisierte MRO. So sei die Frage der Geräteräume in diesem Entwurf besser gelöst. „Der Entwurf hat all das erfüllt, was wir vom Verein uns gewünscht haben‟, so Iske. Die Schulleiterin der Mühlenschule, Beate Trützschler, sagte, der Entwurf von Dohse gefalle ihr „von außen‟ besser, innen habe MRO bessere Noten verdient. Für die Schule sei aber entscheidend, „dass es endlich los geht‟.

Erster Stadtrat und Schuldezernent Jan-Hendrik Röhse und Stadtbaurätin Doris Grondke machten sich für den Siegerentwurf stark. Grondke betonte, das Büro Dohse sei am besten auf die städtebauliche Situation vor Ort eingegangen, MRO habe sich darum wenig gekümmert. Das arbeitete auch Karsten Müller von der Buchholzer Liste heraus. MRO sei dafür bekannt, gut funktionierende, standardisierte Hallen zu liefern, nicht mehr und nicht weniger. Müller kritisierte, dass in der Diskussion um die Halle zwei Ebenen vermischt würden, die der fachlichen Argumente auf der einen und einer grundsätzlichen Kritik am Gutachterverfahren auf der anderen Seite.

Dass es für Doris Grondke nicht einfach würde, im provinziellen Buchholz ein solches neues Instrument einzuführen, war ja klar (siehe Beitrag „Wat de Bur nich kennt…‟). Auch ihr selbst war es klar, wie die Stadtbaurätin an einer Stelle der Diskussion durchblicken ließ. In Hamburg und Umlandgemeinden wie Wedel, Pinneberg und Ahrensburg seien Gutachterverfahren selbstverständlich betonte sie. Als sie das Gutachterverfahren hier einführte, sei ihr aber bewusst gewesen, „dass es kein einfacher Gang sein würde, Ihnen das zu erklären‟.

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