Bäckerei Weiß schließt Filiale – Frau Meyer muss umziehen

Veröffentlicht: 2013-01-24 in Lokales
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DSC_9042Von Kristian Stemmler

An der Kreuzung Bendestorfer Straße/Hamburger Straße/Schützenstraße endete am vergangenen Wochenende eine Ära. Damit meine ich nicht die neue Verkehrsregelung, die nach wie vor am laufenden Band zu Beinaheunfällen führt, damit meine ich eine Buchholzer Institution: Brigitte Meyer. Mit dem Auszug der Filiale der Tostedter Bäckereikette Weiß an einer Ecke endet auch die Zeit der buchholzweit bekannten Verkäuferin an dieser Stelle – sie kannte Hinz und Kunz und Hinz und Kunz kannten sie.

Morgens um halb sechs war die Welt noch in Ordnung, wenn Frau Meyer den Laden aufmachte und ihre zahlreichen Stammkunden mit schnoddrigen Sprüchen oder den neuesten Insiderinfos begrüßte. Sie wusste von jedem Polizei- und Feuerwehreinsatz in der Nacht zu berichten, wer sich gerade hatte scheiden lassen oder was in den verschiedenen Betrieben so abging. Was zu früheren Zeiten der Barbier war, das war Frau Meyer, ein lebender Umschlagplatz für Neuigkeiten.

Wenn man des öfteren morgens bei ihr einen Kaffee trank, konnte man verfolgen, dass immer dieselben Kunden zur selben Zeit ihre Brötchen holten. Das ist jetzt leider vorbei, Unternehmer Jochen Weiß hat die Filiale dicht gemacht – vermutlich entspricht sie nicht seinen Renditeerwartungen. Weiß gilt als ziemlich gewinnorientiert, was seine Angestellten, wie man hört durchaus zu spüren bekommen.

Etwas unlogisch erscheint vor dem Hintergrund, dass an derselben Stelle wieder ein Bäcker einzieht, nämlich Café Kühn aus Holm-Seppensen. Das Unternehmen ist offenbar auf Expansionskurs, hat auch in Jesteburg gerade den Standort gewechselt und wirbt damit im aktuellen Nordheide-Wochenblatt mit zwei ganzen Seiten. Frau Meyer wird übrigens, das für ihre vielen Fans, an anderen Standorten der Bäckereikette Weiß auftauchen, so etwa in Klecken.

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Kommentare
  1. buchholzblog sagt:

    Es ist ein offenes Geheimnis, dass die MitarbeiterInnen bei Weiß nicht besonders gut behandelt werden. Wie ist denn etwa mit der Bezahlung der Rüstzeiten oder wie das heißt? Fragen wir doch mal die Angestellten… Herr Weiß kann ja eine Gegendarstellung schicken.

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  2. Moment sagt:

    „Das ist jetzt leider vorbei, Unternehmer Jochen Weiß hat die Filiale dicht gemacht – vermutlich entspricht sie nicht seinen Renditeerwartungen.“

    Ja ne, is klar.
    Perfekte Stimmungsmache gegen Jochen Weiß bei völliger Ahnungslosigkeit um die Hintergründe.

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