Buchholz fährt weiter auf den ADAC ab

Von Kristian Stemmler

Die Stadt Buchholz in der Nordheide ist weiterhin Mitglied im obersten deutschen Klub der Autofetischisten, im ADAC. Mein Antrag vom April, aus dem Automobilclub auszutreten, um zum Start der Erarbeitung des Mobilitätskonzeptes ein Signal zu geben, dass die Stadt die Fokussierung auf den Autoverkehr überwinden will, ist am Dienstagabend im Stadtrat durchgefallen – allerdings denkbar knapp. 19 Ratsabgeordnete stimmten gegen den Antrag, 18 dafür.

Wie die „Harburger Anzeigen und Nachrichten“ melden, wies Joachim Zinnecker, Fraktionschef der Grünen, darauf hin, dass der städtische Fuhrpark aus neuen Fahrzeugen bestehe, die innerorts unterwegs seien und für die die Autohersteller Mobiliätsgarantie geben würden. Da sei die Pannenhilfe des ADAC nicht erforderlich. FDP-Fraktionschef Arno Reglitzky, selbst jahrelang ADAC-Funktionär, erklärte, der Verein leiste weit mehr als Pannenservice, von der Verkehrserziehung bis zum Einsatz von Rettungshubschraubern.

Damit hat der Stadtrat die Chance verpasst, ein klares Zeichen zu setzen. Ein Zeichen dafür, dass man wirklich gewillt ist, dem Anschwellen des motorisierten Verkehrs mit modernen Konzepten zu begegnen. Ein Zeichen dafür, dass man die Fokussierung auf das Thema Ostring aufgibt und an nachhaltigen und modernen Konzepten zur Lösung der Verkehrsprobleme arbeitet, Schade!

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