Zwischenruf – Business Improvement District Buchholz

Von Kristian Stemmler

Von Hamburg lernen, heißt siegen lernen. Immer wenn ich mal wieder in meine geliebte Heimatstadt zurückkehren durfte, nehme ich einen guten Impuls mit in die Schlafstadt Buchholz. Kürzlich weilte ich im Norden der Elbmetropole, im beschaulichen Niendorf, wo ich einer revolutionären Idee begegnete. Nichtsahnend durchstreifte ich die Fußgängerzone Tibarg und dachte an nichts Böses. Da traf mich die Aufschrift auf einem Schild wie ein Blitz aus heiterem Himmel: „Business Improvement District Tibarg“ stand da. Ich wuchs sofort innerlich um zehn Zentimeter. Mensch, ich war nicht Kunde in einer simplen Fußgängerzone, ich weilte in einem Business Improvement District! Meine Glückseligkeit wollte kein Ende nehmen! Auf der Rückfahrt nach Buchholz, dessen Business ja derzeit auch mächtig improved, wurde mir sofort klar, was der Einkaufsmagnet der Region jetzt dringend braucht, um die Kaufkraft von Cuxhaven bis Lüneburg abzusaugen: Die albernen Schilder mit den Aufschriften „Kulturstadt“ oder „Sportstadt“ an den Stadtgrenzen abbauen – und an jede Ausfallstraße stattdessen Schilder mit diesem Aufdruck: „Business Improvement District Buchholz – no speed limit!“

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