Galerie-Endspurt – Handwerker übernehmen das Regiment in der Innenstadt

Von Kristian Stemmler

Holt die Wäsche rein, nehmt die Kinder von der Leine! Die Handwerker sind da! Im Endspurt vor der Eröffnung der Buchholz Galerie sind Handwerker aus ganz Deutschland und aus dem Ausland in der Nordheide eingefallen und haben in Buchholz das Regiment übernommen. Tagtäglich parken sie die Fußgängerzone, die Adolfstraße am Treffpunkt, die Poststraße und Caspers Hoff zu, rangieren mit ihren Fahrzeugen, streifen in Horden durch die Stadt auf der Suche nach Nahrung. Der erste Kollateralschaden ist bereits zu verzeichnen: Einer der drei Fahnenmasten vor der Empore wurde angekarrt und steht jetzt so schief wie der Turm in Pisa.

Natürlich bleibt den Handwerkern nicht viel anderes übrig, als ihre Fahrzeuge nah an der Galerie zu parken, denn bis zur Eröffnung ist es nur noch eine Woche. Entsprechend groß ist die Hektik rund um das neue Einkaufscenter. All die vielen Läden müssen gleichzeitig eingerichtet werden. Tischler, Ladenbauer, Elektroinstallateure, Klempner, Metallbauer, Glaser, Sicherheitstechniker und viele mehr geben sich die Klinke in die Hand. Wegen der vielen Fahrzeuge, die an die Galerie heranmüssen, stellt die Stadt schon keine Sondergenehmigungen mehr aus, sondern achtet nur darauf, dass in der Fußgängerzone eine Rettungsgasse frei bleibt, der Verkehr einigermaßen fließen kann und die Handwerker innerhalb der Fußgängerzone vorsichtig fahren.

Angesichts der Hektik rund um den Bunker fürchte ich aber, dass der angefahrene Fahnenmast nicht der einzige Schaden bleiben wird. Denn der Eröffnungstermin muss natürlich unbedingt gehalten werden. Darum wird die Hektik bis zum nächsten Donnerstag wohl eher noch anwachsen. Man kann nur hoffen, dass nicht noch jemand angefahren wird.

Wie gehabt, hört man an und in der Galerie auch fremde Idiome, soll heißen: Dort werden auch Handwerker und Hilfskräfte aus dem Ausland eingesetzt, offenbar vornehmlich aus Ländern des früheren Ostblocks. Einem Hinweis der Lokalpresse folgend, sah ich auf dem Parkplatz im Schatten der Canteleubrücke nach. Dort stehen tatsächlich Lieferwagen aus Ungarn und der Slowakei, ein Fahrzeug mit tschechischem Kennzeichen habe ich ebenfalls schon gesehen. Diese Arbeitnehmer werden doch sicher alle fair bezahlt, oder?

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